Dein Hund lässt sich nicht bürsten? Tipps und Techniken zum Thema Hund bürsten

Die Fellpflege ist eine Aufgabe, der sich jeder Hundehalter annehmen muss. Sie hilft nicht nur dabei, schönes, glänzendes Hundehaar zu bewahren, sondern trägt auch einen Teil zu der Gesundheit des Hundes bei. Während man den Hund bürstet, wird die Haut durchblutet und Verfilzungen, die ein beliebter Aufenthaltsort für Parasiten sind, vorgebeugt. Nicht umsonst nutzen viele Tierärzte das Fell als Indikator für die Gesundheit eines Tieres. Leider haben einige Halter ein wiederkehrendes Problem: ihr Hund lässt sich nicht bürsten. In einem solchen Fall wird die Fellpflege zu einer unangenehmen Aufgabe. Wenn auch du mit dieser Herausforderung zu kämpfen hast, solltest du überlegen, warum dein Hund sich nicht bürsten lässt. Anschließend kannst du unsere Tipps und Techniken zum Thema Hund bürsten ausprobieren und hoffentlich bald eine stressfreie Fellpflege genießen.

Hund lässt sich nicht bürsten, weil er schlechte Erfahrungen gemacht hat


Durch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit formen manche Hunde eine aggressive oder ängstliche Einstellung gegenüber der Fellpflege. Davon sind besonders Vierbeiner aus dem Tierheim betroffen. Achte deshalb darauf, dass du dir Zeit nimmst, wenn du deinen Hund bürsten willst. Gestresstes, unsanftes Kämmen der Hundehaare kann deinen Vierbeiner verletzen. Außerdem nimmt der Hund deine Gefühle wahr. Wenn du gestresst bist, färbt das auf ihn ab, sodass er das Bürsten zukünftig ebenfalls als lästige Pflicht wahrnimmt. Aus diesem Grund solltest du es zu einer geschätzten Routine machen, deinen Hund zu bürsten. Nimm dir dafür Zeit, sei vorsichtig und rede ihm gut zu.

Hund lässt sich nicht bürsten, weil du die falsche Bürste benutzt


Billig verarbeitete Bürsten haben häufig scharfe Spitzen, die wehtun, wenn du deinen Hund bürstest. Das richtige Equipment ist daher ein relevantes Kriterium für eine angenehme Fellpflege. Beim Kauf solltest du darauf achten, dass die Bürste auf das Fell deines Hundes abgestimmt ist. Grundsätzlich wird zwischen Langhaarbürsten und Kurzhaarbürsten unterschieden. Langhaarige Tiere bedürfen einer intensiveren, regelmäßigeren Fellpflege. Hier kommen unter anderem Bürsten mit Metallzacken zum Einsatz, die nicht bei kurzhaarigen Tieren verwendet werden sollten.

Hund bürsten mit Routine


Hunde brauchen in ihrem Alltag Routinen. Gerade ängstliche Vierbeiner genießen die Vorhersehbarkeit von Strukturen, die ihnen eine Orientierung geben. Deshalb solltest du feste Zeiten einführen, zu denen du deinen Hund bürstest. So kann er sich besser auf die Fellpflege einstellen und fühlt sich dementsprechend sicherer. Wenn dein Vierbeiner genau weiß, was auf ihn zukommt, nimmt ihm das die Angst. Nicht nur die Zeit, sondern auch der Ort sollte immer der gleiche bleiben. Achte darauf, dass er eine entspannte Atmosphäre versprüht. Laute, hektische Zimmer werden die Panik deines Hundes nur verstärken. Vermeide es deshalb, deinen Vierbeiner neben der lauten Waschmaschine oder in der Nähe von aufgedrehten Kindern zu bürsten. Besonders einfach ist es, wenn du deinen Hund schon in jungem Alter mit dieser Routine vertraut machst. Je jünger dein Vierbeiner ist, desto besser lassen sich Routinen formen.

Hund bürsten mit der richtigen Technik


Wenn dein Hund sich nicht bürsten lässt, darfst du auf keinen Fall mit Gewalt reagieren. Zwinge ihn nicht dazu, sich der Fellpflege hinzugeben. Dadurch verstärkst du nur seine Angst und schadest womöglich sogar eurer Beziehung zueinander. Stattdessen beginnst du damit, deinen Vierbeiner an dem Ort zu streicheln, an dem du ihn später bürsten möchtest. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Bürste noch nicht in Sichtweite sein. Einen Tag später wiederholst du das Ganze. Diesmal liegt die Bürste in der Nähe, jedoch ohne sichtbare Nutzungsabsicht. Wenn dein Hund sehr ängstlich ist, könnte schon das ein Auslöser für ihn sein, um wegzulaufen. In diesem Fall lässt du ihn erstmal in Ruhe und versuchst es an einem anderen Tag nochmal. Wenn er allerdings sitzen oder liegen bleibt, kriegt er als Belohnung ein Leckerli. Versuche deinem Hund zu beweisen, dass die Bürste harmlos ist. Lasse ihn daran schnuppern und positioniere sie an einem Ort, an dem er ihr häufig begegnet. Schließlich kannst du deinen Hund bürsten. Sei dabei ruhig und meide zunächst sensible Körperstellen wie den Kopf und die Pfoten. Benutze außerdem eine sanfte, weiche Bürste. Wenn du denkst, dass dein Vierbeiner dafür bereit ist, kannst du sie mit einer normalen Bürste oder einem Kamm ersetzen. Behalte die ruhige Art weiterhin bei, aber sei auch konsequent. Lobe deinen Hund nach dem Bürsten und sorge dafür, dass er die Fellpflege mit positiven Gefühlen verbindet.