Fliegen mit Hund – Was muss beachtet werden?

Die Urlaubsplanung versetzt viele Menschen in eine gestresste Laune. Baldige Urlauber müssen eine große Menge an Entscheidungen treffen, Finanzen vorausplanen und eine Liste mit allen wichtigen Gepäckstücken entwerfen. Dementsprechend beginnt die Organisation - aber damit auch die Vorfreude - für einen Urlaub oft schon Monate vor dem eigentlichen Abreisetermin. Hundehaltern stellt sich in der vorangehenden Entscheidungsphase vor allem die Frage, ob sie ihren Hund mitnehmen oder lieber kurzzeitig einem Bekannten oder Verwandten überlassen sollten. Schließlich sind unsere Vierbeiner ein angesehener Teil der Familie, den man nur ungern zuhause zurücklässt. Sofern es denn möglich ist, wird der Hund also mitgenommen.

Je nach Reiseziel musst du dich für ein geeignetes Transportmittel entscheiden. Zwar sind viele Hunde schon an das Autofahren gewöhnt, doch eine fünfzehnstündige Fahrt nach Italien oder Spanien würden wir auch etappenweise mit dem Hund als Beifahrer nicht empfehlen. Letztendlich weißt du als Halter vermutlich am besten, was du deinem Vierbeiner zumuten kannst und was nicht. Ansonsten kann es sich auch lohnen, einen Tierarzt nach seiner professionellen Meinung zu fragen.

Längere Auslandsreisen werden im Normalfall am schnellsten mit dem Flugzeug zurückgelegt. Welche Vor- und Nachteile das Fliegen mit Hund hat und was du vorher organisatorisch beachten musst, liest du hier bei uns.

Darf man überhaupt mit Hund fliegen?

Was das Fliegen mit Hund angeht, so hat jede Airline ihre eigenen Vorschriften und Regeln. Einige von ihnen erlauben gar keine tierische Fracht, bei anderen kommt es auf die entsprechende Hunderasse an.

Beim Fliegen mit Hund kannst du immer mit einem finanziellen Aufschlag rechnen, der von 20 bis zu mehreren 100 Euro reichen kann. Dabei kommt es unter anderem darauf an, ob dein Hund im Handgepäck mitfliegt oder die Reise in der Kabine oder dem Gepäckraum verbringt. Das Reisen als Handgepäck oder in der Kabine ist im Normalfall Hunden unter 8 Kilo vorbehalten. Alle schwereren Tiere werden im Frachtraum untergebracht, wo sie den Flug in einer Transportbox verbringen. In diesem Fall kannst du leider nicht selbst auf deinen Vierbeiner aufpassen und musst wohl oder übel darauf vertrauen, dass die Airline auch beim Fliegen mit Hund für angenehme Reiseverhältnisse sorgt.

Hunderassen, mit denen du nicht fliegen solltest

Beim Fliegen mit Hund kann leider auch Vieles schieflaufen. Nicht alle Hunde sind in der gesundheitlichen Verfassung, eine derart strapazierende Reise auf sich zu nehmen. Besonders schlimm ist es für Vierbeiner, die den Flug im Frachtraum verbringen müssen. Sie befinden sich an einem fremden Ort und haben keine bekannten Gesichter um sich herum. Noch dazu ist es laut und riecht für die empfindliche Hundenase stark nach Kerosin. Um den Stress ihres Hundes zu mindern, greifen viele Menschen zu Beruhigungspillen oder speziellen Halsbändern. Die Meinungen über diese Vorgehensweisen sind gemischt und variieren selbst unter professionellen Tierärzten. Es wird jedoch vermehrt über Vorfälle berichtet, in denen Beruhigungsmittel den Zustand panischer Hunde noch verschlimmert haben, weshalb wir aus Sicherheitsgründen davon abraten würden.

Da stumpfnasige Tiere sensibel auf hohe Temperaturen reagieren, solltest du eine solche Rasse nicht an heiße Orte mitnehmen. Ansonsten könnten sie gesundheitliche Schäden davontragen oder im schlimmsten Fall sogar beim Flug sterben. Vor Risiken dieser Art warnt insbesondere die Lufthansa und weist somit die Verantwortung für derartige Vorfälle von sich. Andere Airlines wiederum verweigern sich der Mitnahme von Hunderassen, die gemäß der deutschen Rasselisten als gefährlich gelten. Dazu gehören beispielsweise Bullterrier oder Rottweiler. Zudem solltest du beim Fliegen mit trächtigen Hunden und Welpen vorher mit deinem Tierarzt sprechen und ihn um eine fachkundige Einschätzung bitten.

Was du beim Fliegen mit Hund benötigst

Das Fliegen mit Hund erfordert eine umfangreiche Vorbereitung und Recherche. Bei kleinen ebenso wie bei großen Tieren musst du eine Transportbox mitnehmen, in der dein Hund während des Fluges verbleiben kann. Dabei ist es egal, ob er in der Flugkabine, im Frachtraum oder als Handgepäck mitreist. Je nach Airline können die Bestimmungen für diese Transportbox unterschiedlich ausfallen. Üblich ist jedoch, dass sie wasserundurchlässig, gut belüftet und bissfest sein sollte. Um deinem Vierbeiner die Reise zu erleichtern, kannst du ihn schon vor dem Abflug an die Box gewöhnen. Dabei ist es ratsam, eine Hundedecke in die Box zu legen, da sie einen beruhigenden Geruch nach Zuhause verströmt.

Viele Herrchen denken, sie könnten das Fliegen mit Hund durch ein paar Hundespielzeuge vereinfachen und ihrem Vierbeiner durch Ablenkungen großen Stress ersparen. Wir raten jedoch davon ab, da das Risiko besteht, dass dein Hund sich vor Aufregung an ebendiesem Spielzeug verschluckt. Stattdessen sollte er unmittelbar vor der Reise aktiv werden, indem du einen langen Spaziergang mit Spieleinheiten mit ihm unternimmst. Achte dabei auch darauf, dass er vor dem Flug ein letztes Geschäft verrichtet.

Nachdem du die Transportbox mit dem Namen deines Tieres, deiner Adresse und deiner Telefonnummer versehen hast, steht dem Fliegen mit Hund eigentlich nichts mehr im Wege. Größere Hunde kannst du nun am Sperrgutschalter in die Obhut des Flugpersonals geben und kleinere Hunde begleiten dich auf deinem direkten Weg ins Flugzeug.

Wir wünschen euch viel Spaß und einen guten und sicheren Flug!