Hunde, die bellen, beißen nicht? Was dir dein Vierbeiner mit dem Bellen sagen möchte

Ein ständig bellender Hund kann einem schon mal auf die Nerven gehen. Dennoch meinen es unsere Vierbeiner damit nicht böse. Hunde bellen, um zu kommunizieren und sich auszudrücken. Das Bellen stellt also eine Nachricht dar, die dein Vierbeiner dir vermitteln möchte. Es kann bedeuten, dass er Hunger oder Schmerzen hat. Außerdem bellen Hunde, um Gefühle wie Einsamkeit, Angst, Langeweile oder Freude zu äußern.
Das bedeutet jedoch nicht, dass du deinem Hund das Bellen nicht abgewöhnen kannst. Wie das geht, verraten wir dir in diesem Artikel.

Dem Hund das Bellen abgewöhnen

Bis zu einem bestimmten Grad kann und sollte man das Bellen seines Hundes tolerieren. Schließlich ist es seine Art, seine aktuelle Stimmung mitzuteilen. Einige Rassen wie der Mops, der Schäferhund oder der Jack Russell Terrier sind von Natur aus sehr kommunikativ.
Wenn dein Vierbeiner jedoch jede Kleinigkeit mit einem Bellen kommentiert und selbst auf Kommando nicht damit aufhört, solltest du das Bellen mithilfe von Hundeerziehung einschränken.
Zunächst ist es wichtig, den Grund für das Bellen zu identifizieren. Dafür musst du deinen Hund genau beobachten und dir merken, in welchen Situationen er sich durch Bellen bemerkbar macht. Erst dann kannst du gegen die Ursache angehen und deinem Hund das Bellen abgewöhnen.

Hunde bellen wegen wenig Auslastung

Viele Hunde bellen, weil sie nicht richtig ausgelastet sind. In diesem Fall ist ausgiebige Bewegung im Freien die Lösung des Problems.
Bei einigen Rassen reicht schon ein kleiner Spaziergang, um ihre Unternehmungslust zu befriedigen. Mit Apportierspielen und dem Üben von Tricks geht die Zeit an der frischen Luft schnell rum.
Manche Vierbeiner sind jedoch regelrechte Sportskanonen mit viel Energie und Bewegungsdrang. Für sie bietet es sich an, einen Hundesport anzufangen. Die damit verbundenen Aktivitäten festigen das Band zwischen Vierbeiner und Herrchen. Noch dazu fördern sie den Hund mental sowie körperlich. Das Ergebnis ist ein ausgeglichener, ruhiger Hund, der nicht mehr bellt.

Hunde bellen, weil sie sich allein fühlen

Wenn dein Hund bellt, sobald du das Zimmer oder das Haus verlässt, möchte er dich damit zurückrufen.
In der Wildnis leben Hunde im Rudel. Haushunde sehen ihre Familie als ihr Rudel an, welches sie am liebsten permanent um sich haben würden. In der Nähe ihrer Familie fühlen sie sich glücklich und sicher. Deshalb fällt es ihnen schwer, zu begreifen, dass ihr Herrchen nicht immer Zuhause sein kann. Dieses Verständnis müssen viele von ihnen erst erlernen.
Eine gute Übung dafür ist es, wenn du mehrmals am Tag das Zimmer verlässt und dann wiederkommst. Mit voranschreitenden Versuchen kannst du die Zeit, in der du abwesend bist, langsam steigern.
Während dein Hund bellt, darfst du nicht zurück ins Zimmer gehen. Indem du auf sein Bellen reagierst, bestärkst du ihn darin. Warte deshalb unbedingt ab bis er mit dem Bellen aufgehört hat.
Mit dieser Übung lernt dein Vierbeiner, Zeit alleine zu verbringen und seine Verlustängste abzulegen. Oft kannst du deinem Hund das Bellen abgewöhnen, wenn du die Übung mehrmals mit ihm durchgehst.

Hunde bellen, weil sie unsicher sind oder Angst haben

Hunde bellen, wenn sie sich unsicher fühlen oder gar Angst haben. Um deinem Hund das Bellen abzugewöhnen, musst du ihm vermitteln, dass du alles unter Kontrolle hast. Etabliere, dass du ein souveräner Anführer bist und ihn im Ernstfall beschützen kannst. Das erfordert deinerseits viel Zeit und Geduld.
Eine Leine beim Spazieren ist ein guter erster Schritt, um deinem Hund ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Du zeigst ihm damit, dass du in der Lage bist, ihn zu führen und auf ihn aufzupassen. Du bist nicht nur sein Herrchen, sondern auch sein Rudelführer. Deshalb muss er sich auf dich verlassen können.
Weiche nicht von deiner Routine ab, wenn andere Passanten euren Weg kreuzen. Dein Hund bemerkt es, wenn du plötzlich langsamer oder schneller wirst. Eine solche Verhaltensänderung könnte er als Angst interpretieren. Stattdessen musst du ihm begreifbar machen, dass andere Menschen oder Tiere keine Gefahr für euch darstellen.
Deshalb hilft es auch nicht, wenn du ihn mit Worten zu beruhigen versuchst. Das bestätigt ihn nur in der Annahme, dass etwas nicht stimmt und du die Situation nicht im Griff hast.
Neben einer Leine können feste Tagesabläufe dabei helfen, deinem Hund die Angst zu nehmen. Schließlich lieben unsere Vierbeiner Routinen. Sie geben ihnen Sicherheit und Struktur. Füttere deinen Hund am besten immer zur gleichen Uhrzeit und bestimme außerdem Zeiten, an denen du mit ihm spazieren gehst. Auf diese Weise legst du für jeden Tag einen Rahmen fest, den dein Hund schnell auswendig kennt.
Sobald dein Vierbeiner sich in deiner Anwesenheit sicher und beschützt fühlt, sollte sein stetiges Bellen aufhören.

Hunde bellen, wenn sie Schmerzen haben

Wenn ein Hund bellt, will er uns damit etwas sagen. Manchmal hat er weder Angst noch möchte er draußen spazieren gehen. Das Bellen kann auch einfach ein Ruf nach Hilfe sein, wenn er unter Schmerzen leidet. In diesem Fall ist es nicht so leicht, deinem Hund das Bellen abzugewöhnen. Im Gegenteil: Schließlich ist es gut, wenn dein Hund auf seine körperlichen Probleme hinweist. Je schneller er behandelt wird, desto besser stehen die Genesungschancen. Plötzlich auftretendes Bellen sollte daher ernstgenommen und möglichst schnell vom Tierarzt überprüft werden.