Welche Hunderasse passt zu mir?

Es gibt mehrere hundert Hunderassen, die sich allesamt durch unterschiedliche Charakterzüge auszeichnen. Durch die große Auswahl hast du mit ein bisschen Recherche die Möglichkeit, dir einen Hund auszusuchen, der perfekt zu dir passt. Das Ziel sollte sein, dass ihr euch beide miteinander wohlfühlt und eure bevorzugten Aktivitäten harmonieren. Einige Hunderassen spielen leidenschaftlich gerne, andere möchten überdurchschnittlich viel Zeit draußen verbringen und spazieren gehen. Wichtig ist, dass du dein Vierbeiner sich bei dir ausleben und rassengerecht leben kann. Welche Hunderasse zu dir persönlich am besten passt und in welche Rassegruppen man Vierbeiner einteilen kann, erfährst du hier!

Die zehn Rassegruppen

Der Züchterverband FCI unterteilt Hunde in zehn Rassegruppen. Die erste Gruppe ist die der Hüte- und Treibhunde. Sie umfasst zum Beispiel den Deutschen Schäferhund. Früher hatten diese Hunderassen die Aufgabe, verschiedene Herdentiere zu hüten. Einige von ihnen gehen dieser Pflicht noch heute nach.
Die zweite Gruppe unterteilt sich in drei verschiedene Sektionen. Zu ihnen gehören einerseits die Pinscher und Schnauzer. Zusätzlich sind auch die Molosser Teil dieser Gruppe. Sie sind an ihrem großen, massigen Erscheinungsbild zu erkennen. Durch ihre Statur werden sie gerne als Beschützer eingesetzt. Auch die dritte Sektion der zweiten Rassegruppe kann potenzielle Eindringlinge in die Flucht schlagen. Es handelt sich um die sogenannten Schweizer Sennenhunde, die ebenfalls eine beachtliche Größe erreichen.

Gruppe drei umfasst die alle Variationen der Hunderasse Terrier. Hunde dieser Rasse haben einen ausgeprägten Jagdinstinkt und werden häufig auf Kleintiere wie Mäuse oder Ratten angesetzt. Dachshunde machen die vierte Rassegruppe aus. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Jagdhunde. Der Name Dachshund beruht auf der Tatsache, dass diese Hunderasse früher häufig bei Jagdausflügen im Dachs-, Kaninchen- oder Fuchsbau eingesetzt wurde. Die meisten Dachshunde haben ein gutes Selbstbewusstsein und sind sehr eigenständig. Diese Charakteristika rühren von ihrer Funktion als Erdhunde her, bei der sie selbstständig ohne die Anleitung eines Herrchens agieren müssen.

Gruppe fünf ist die der Spitze und Hunde vom Urtyp. Optisch ähneln Exemplare dieser Hunderasse entweder ihrem Vorfahren dem Wolf oder dem altägyptischen Tesem. Zu ihnen gehören unter anderem der Basenji, der Eurasier, der American Akita und der Pharaonenhund.

Die Hunde der sechsten Gruppe des FCI sind die Lauf- und Schweißhunde. Es handelt sich hierbei um hochspezialisierte Jagdhunde. In Jägersprache umschreibt der Begriff Schweiß das Blut eines Wildtieres. Schweißhunde haben einen besonders entwickelten Riechsinn und können die Spur eines verletzten Tieres auf weite Entfernung nachverfolgen. Laufhunde hingegen treten oft in größeren Gruppen auf und helfen Jägern bei der Jagd.

Die siebte Gruppe gilt den Vorstehhunden, die ebenfalls im jägerlichen Betrieb von Hilfe sind. Sie begeben sich auf die Suche nach Wildtieren. Sobald sie fündig geworden sind, erstarren sie und heben anschließend einen Vorderlauf. Der Jäger nähert sich daraufhin leise dem Wild. Wenn er eine angemessene Schussdistanz erreicht hat, scheucht der Vorstehhund das Wild auf. Anschließend apportiert er das erlegte Tier.

Gruppe acht setzt sich aus Apportier-, Stöber und Wasserhunden zusammen. Sie haben grundsätzlich eine arbeitsfreudige Einstellung gemeinsam. Wasserhunde sind treue Begleiter von Fischern und Jägern. Wie ihr Name vermuten lässt, halten sie sich gerne im Wasser auf und helfen beim Fangen von Fischen. Apportierhunde hingegen eignen sich dazu, Jägern ihre Beute zu bringen. Wer einen solchen Hund besitzt, sollte sich darauf einstellen, ihn häufig mit Hundespielzeug apportieren zu lassen. Stöberhunde können auch in hohem Dickicht Beute auftreiben. Sie arbeiten dabei selbstständig und treiben das gefundene Wild auf die Jäger zu.

Die Gruppe neun besteht aus Gesellschafts- und Begleithunden. Ihrem Namen entsprechend, wurden sie dafür gezüchtet, Menschen Gesellschaft zu leisten. Hunde dieser Kategorie sind oft sehr anpassungsfähig und harmoniebedürftig.
Die letzte Gruppe ist die der Windhunde. Man erkennt sie an ihren langen, dünnen Beinen. Sie wurden für die Hetzjagd gezüchtet und sind daher sehr schnell. Anders als die meisten anderen Hunderassen suchen sie Wild nicht über ihren Geruchssinn, sondern über visuelle Fährten. Sobald sie auf Beute stoßen, sind sie nur noch schwer zu kontrollieren.

Hunderassen müssen zu ihren Herrchen passen

Verschiedene Hunderassen haben individuelle Lebensanforderungen. Einige von ihnen benötigen sehr viel Zuneigung und Aufmerksamkeit, andere brauchen auch mal Zeit für sich. Manche sind von Natur aus gehorsam, andere erfordern eine konsequente Erziehung. Während viele Hunde das Wasser meiden, können andere nur schwer vom Sprung ins kalte Nass abgehalten werden. Wie auch wir Menschen unterscheiden sich unsere Vierbeiner stark voneinander. Familienhunde wie der Golden Retriever oder der Pudel sind harmoniebedürftig und gesellig. Viele Hunde dieser Kategorie kuscheln gerne und lassen sich auch von hektischen Kindern nicht aus der Ruhe bringen. Jagdhunde wie der Weimaraner oder der Deutsch Drahthaar zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass sie sehr diszipliniert sind. Sie brauchen viel Auslauf und apportieren leidenschaftlich. Welche Hunderasse für dich persönlich am besten ist, kommt auf verschiedene Kriterien an. Besonders wichtig sind dabei deine Lebensumstände. Brauchst du einen Allergikerhund? Hast du Kinder, die mit deinem Hund in Kontakt kommen werden? Wie viel Zeit hast du täglich für Spaziergänge übrig? Hat dein Zuhause ausreichend Platz für einen Hund? Möchtest du, dass dein Hund dich im Ernstfall beschützt? Hattest du schon mal einen Vierbeiner und kennst dich schon mit der Erziehung aus?

All diese Fragen müssen bei der Wahl der Hunderasse berücksichtigt werden. Die beste Beratung bekommst du in dieser Hinsicht nicht von einem Internettest, sondern von einem fachmännischen Züchter. Dennoch kann eine Internetrecherche dir einen ersten Eindruck davon verschaffen, was für dich infrage kommt.