Welche Hunde haaren nicht oder nur kaum?

Einige Menschen sind auch ohne die Begleitung ihres Vierbeiners leicht als Hundehalter zu identifizieren. Sie werden durch all die Hundehaare entlarvt, die sich auf ihren Kleidungsstücken, in ihrem Zuhause und manchmal sogar in ihrem Auto befinden.
Viele Halter haben damit gar kein Problem. Andere hingegen werden wahnsinnig bei dem Versuch, jedes verlorene Hundehaar mit Staubsaugern und Spezialbürsten zu beseitigen. Das ist nicht nur eine sehr eintönige Aufgabe, sondern sie nimmt auch viel Zeit in Anspruch.

Während manche Hunde täglich eine große Menge an Fell verlieren, haaren andere beinahe ausschließlich während ihres Fellwechsels. Nicht zuletzt gibt es Hunderassen, die gar nicht haaren. Für Allergiker und alle Hundeliebhaber, die keine Lust auf das ständige Entfernen von Haaren haben, sind sie die ideale Wahl.
Dennoch muss beachtet werden, dass ausnahmslos alle Vierbeiner Haare verlieren. Bei Hunderassen, die nicht haaren, bleiben die toten Haare lediglich im Fell hängen, anstatt sich in der unmittelbaren Umgebung zu verteilen. Trotzdem müssen sie irgendwann ausgebürstet und am besten sogar geschoren werden. Um die Fellpflege kommst du also selbst bei Hunderassen, die nicht haaren, nicht herum.

Der treue, liebevolle Pudel

Der Pudel ist eine der beliebtesten Hunderassen, die nicht haaren. Charakteristisch für ihn ist sein gelocktes, wolliges Fell, welches in verschiedenen Farben gezüchtet wird. Seine besondere Fellstruktur ist dafür verantwortlich, dass der Pudel zu den Hunderassen, die nicht haaren, gehört. Im Gegenzug musst du mit ihm häufig den Hundefriseur besuchen, um seine beeindruckende Fellpracht zu zähmen.
Sein geringer Haarverlust ist jedoch nicht seine einzige Qualität. Viele Halter lieben an ihrem Pudel seinen lieben, verspielten Charakter, der ihn zum perfekten Familientier macht. Dafür ist er wiederum für alleine wohnende, vielbeschäftigte Menschen eher ungeeignet. Er baut eine enge Bindung zu seinem Herrchen auf und lässt ihn nur ungern alleine. Du solltest dich also darauf einstellen, bei zukünftigen Urlauben einen zusätzlichen Gast mit einzuplanen.
Zudem ist der Pudel sehr lernfähig, sodass selbst unerfahrene Hundeliebhaber sich keine Sorgen um Schwierigkeiten bei der Erziehung machen müssen. 
Wenn du einen Hund suchst, der Teil deiner Familie wird und dir täglich treu und liebevoll zur Seite steht, dann ist ein Pudel genau das Richtige für dich.

Der verspielte West Highland White Terrier

Der West Highland White Terrier ist eine durchschnittlich 25-30cm große Hunderasse, die nicht haart.
Trotz seiner Größe braucht dieser Vierbeiner ein durchsetzungsfähiges, erfahrenes Herrchen, welches ihn unnachgiebig und selbstbewusst erzieht. Durch seine Herkunft schlummert ein ausgeprägter Jadgtrieb in ihm, über den du schon frühzeitig die Kontrolle gewinnen solltest. Unter einer konsequenten Führung entwickelt er sich zu einem wahren Familienhund, der Kindern und anderen Artgenossen wohlgesinnt ist. Dennoch beansprucht er auch viel Aufmerksamkeit für sich und nimmt ausgelassen an kleinen Spielereien teil.
Obwohl vielen Terriern vorgeworfen wird, nervös und laut zu sein, gilt dies nicht für den West Highland White Terrier. Zwar reagiert er auf ungewöhnliche Ereignisse und neue Besucher mit einem Bellen, doch grundloses „Gekläffe“ kommt bei ihm nicht vor.   

Der ausgeglichene, robuste Riesenschnauzer

Der Riesenschnauzer ist eine der robusten, bewegungsfreudigen Hunderassen, die nicht haaren. Aufgrund seiner hohen Ausdauer und sportlichen Fähigkeiten setzt ihn die Polizei als Dienst- oder Schutzhund ein. Seine lernfähige, gehorsame Art macht ihn zudem zu einem hervorragenden Blindenhund. Dennoch können auch Familien einen Riesenschnauzer bei sich aufnehmen, solange sie sich Zeit für ausgiebige Spaziergänge nehmen.
Neben seinen sportlichen Qualitäten zeichnet sich dieser Hund durch seinen treuen und anhänglichen Charakter aus. Er beschützt seine Familie, ist aber grundsätzlich ein ruhiger und ausgeglichener Hund, der keine Anzeichen von Aggressionen zeigt.
Körperliche Aktivitäten sind aus seinem Leben nicht wegzudenken. Über das ganze Jahr hinweg benötigt er sehr viel Auslauf, egal, ob es regnet, schneit oder stürmt. Glücklicherweise ist der Riesenschnauzer resistent gegen äußere Witterungsbedingungen und wird auch nur selten krank.
Als Besitzer eines solchen Hundes solltest du dich von unangenehmem Wetter nicht vom Spaziergang abbringen lassen.

Der temperamentvolle Portugiesische Wasserhund

Der Portugiesische Wasserhund ist ebenfalls eine beliebte Hunderasse, die nicht haart und somit für Ordnungsliebhaber und Allergiker optimal ist.
Portugiesische Wasserhunde lieben es, Sport zu machen und sich zu bewegen. Sie müssen jederzeit körperlich sowie mental ausgelastet und gefordert werden. Andernfalls kannst du sie nur schwer unter Kontrolle halten. Dennoch sollte ihre Erziehung auch Entspannungsmethoden einschließen, damit sie lernen, ihren energetischen Geist zur Ruhe zu bringen. 
Früher wurden Portugiesische Wasserhunde oft in der Fischerei eingesetzt. Dort konnten sie nicht nur ausgelassen schwimmen und tauchen, sondern sie bewachten auch den Besitz des Fischers. In ihrer Funktion als Fischergefährte fingen sie sogar geflohene Fische wieder ein und halfen dabei, Fischschwärme zusammenzutreiben.
Das heißt jedoch nicht, dass auch heute noch alle Portugiesischen Wasserhunde gerne schwimmen. Ihre Vorlieben können sich je nach Individuum unterscheiden. Einen großen Einfluss hat sicherlich auch die entsprechende Erziehung.

Eignen sich Hunderassen, die nicht haaren für Allergiker?

Natürlich gibt es neben dem Pudel, dem Terrier, dem Schnauzer und dem Portugiesischen Wasserhund noch viele andere Hunderassen, die nicht haaren. Bei der oben aufgeführten Auswahl handelt es sich lediglich um eine kleine Zusammenstellung verschiedener wenig haarender Vierbeiner.
Nicht alle von ihnen sind zwangsläufig auch für Allergiker geeignet, denn kein Hund ist wirklich hypoallergen. Die Allergene befinden sich auf ihren Hautschuppen und in ihrem Speichel. Über verlorene Haare werden sie im Haus verteilt und lösen allergische Reaktionen aus.
Deshalb sind Hunderassen, die nicht haaren für Allergiker leichter zu ertragen. Dennoch solltest du vorher testen, ob du auf deinen entsprechenden Traumhund tatsächlich wenige oder keine allergischen Reaktionen zeigst. Erst dann kannst du ihn ohne Bedenken in deiner Familie aufnehmen.