Ursachen für eine trockene Nase beim Hund

Das Riechorgan ist bei Hunden sehr viel ausgeprägter als beim Menschen und nimmt in ihrem Alltag eine wichtige Stellung ein. Es hilft ihnen, sich zurechtzufinden und Situationen besser einzuschätzen.
In einigen Berufen wie der Polizei machen sich Menschen diese tierische Fähigkeit zunutze, indem sie Hunden antrainieren, mit ihrer Supernase Drogen, Sprengstoff oder vermisste Personen aufzuspüren.

Ein jeder Hundeliebhaber kennt die Bedeutsamkeit und die Schlüsselmerkmale einer gesunden Hundenase. Während sie im Normalfall feucht und kalt ist, läuten bei vielen Herrchen die Alarmglocken, sobald ihr Hund plötzlich eine trockene Nase hat.
Häufig wird dieser Zustand voreilig als Indiz für eine Krankheit gedeutet. Eine trockene Nase beim Hund kann jedoch verschiedene Ursachen haben und muss nicht zwangsläufig auf ein gesundheitliches Problem hinweisen. Erst wenn die Nase deines Hundes mehrere Stunden lang trocken bleibt oder kein äußerlicher Auslöser dafür zu finden ist, solltest du einen Tierarzt konsultieren.

Harmlose Ursachen für eine trockene Nase beim Hund

Wenn dir bei deinem Hund eine trockene Nase auffällt, musst du im Regelfall nicht direkt den Weg zum Tierarzt antreten. In den meisten Fällen gibt es für diesen Zustand ganz alltägliche Auslöser, die kein gesundheitliches Risiko für deinen Vierbeiner darstellen.

Trockene Hundenasen im Sommer können zum Beispiel auf einen Sonnenbrand oder auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen. Während die eine Ursache mit ausreichend Wasserzufuhr behoben werden kann, stellt ein Sonnenbrand schon ein ernsteres Gesundheitsrisiko dar. Ebenso wie bei einem Menschen können Sonnenstrahlen beim Hund nämlich erhebliche Schäden der Haut verursachen und sogar zu Hautkrebs führen.
Einen Sonnenbrand erkennst du daran, dass sich die Haut deines Hundes pellt und gerötet ist. Besonders gefährdet sind Tiere mit einer hellen Nase. Dennoch solltest du in der Sommerzeit auch Hunderassen mit dunkler Schnauze mithilfe von Schirmen und Sonnencreme vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen.
Es gibt drei verschiedene Arten von Sonnenbränden, die sich jeweils in ihrem Gesundheitsrisiko übertreffen. Sie alle sollten mit Ernsthaftigkeit behandelt und bestenfalls von einem Arzt untersucht werden. Das gilt insbesondere dann, wenn der Sonnenbrand bei deinem Hund sichtliche Schmerzen oder ungewöhnliches Verhalten verursacht.

Auch im Winter gibt es mehrere Quellen, die eine trockene Nase beim Hund begünstigen können. Trockene Raumluft, ebenso wie die Wärme einer Heizung oder eines Kamins können die Schleimheute deines Vierbeiners austrocknen und somit Einfluss auf den Zustand seiner Nase nehmen. Zudem besteht auch im Winter das Potenzial für einen Flüssigkeitsmangel. Achte deshalb darauf, den Wassernapf deines Vierbeiners regelmäßig aufzufüllen.

Hunde schwitzen über ihre Nase, ihre Pfoten und ihre Zunge. So regulieren sie ihren Temperaturhaushalt. Aus diesem Grund treten trockene und warme Nasen oft nach sportlicher Betätigung auf. Nach kurzer Zeit und ausreichender Wasserzufuhr sollte sich jedoch wieder der gewohnte Normalzustand einstellen.

Wann eine trockene Nase beim Hund auf eine Krankheit hindeutet

Wenn du alle der oben aufgeführten Ursachen ausschließen konntest, ist die trockene Nase deines Hundes womöglich doch ein Anzeichen für eine Erkrankung. In diesem Fall ist der Gang zum Arzt zwingend erforderlich, um Klarheit zu schaffen und eine Behandlungsmethode festzulegen. Du selbst solltest dich ab diesem Zeitpunkt an die Anweisungen deines Arztes halten.
Halte am besten schon vorher die Augen nach anderen Krankheitssymptomen wie Müdigkeit, Schmerzen oder Appetitlosigkeit offen, die dem Tierarzt bei der Stellung einer Diagnose helfen könnten.

Nicht selten deutet eine trockene Nase beim Hund auf Fieber hin. Dies trifft zu, wenn dein Vierbeiner eine Körpertemperatur über 40°C hat, ohne vorher sportlich aktiv geworden zu sein.
Du allein kannst gegen das Fieber nur wenig unternehmen. In der Regel ist es nämlich nur ein Begleitsymptom einer Erkrankung. Ein Arzt sollte anhand anderer Krankheitszeichen herausfinden, wodurch das Fieber ausgelöst wird und auf dieser Information basierend weitere Behandlungsmethoden empfehlen.
Unterstützend kannst du nur versuchen, deinen Hund bestmöglich zum Fressen und Trinken zu animieren und seine Körpertemperatur mithilfe von kalten Wickeln zu senken.

Das Nasensekret kann ebenfalls Auskunft über die Beschwerden deines Hundes geben. Bei gesunden Tieren sollte es eine durchsichtige Farbe haben. Wenn das Sekret hingegen schwarz, gelb oder grün ist oder eine merkwürdige Konsistenz annimmt, deuten die Anzeichen auf einen Infekt hin.

Unser Fazit

Eine trockene Nase beim Hund bedeutet in der Mehrheit der Fälle nicht, dass bald deine Erste-Hilfe-Box zum Einsatz kommt. Der Zustand der Hundenase ändert sich täglich mehrere Male hinsichtlich der Temperatur sowie des Feuchtigkeitsgrades und wird von vielen äußeren Umständen beeinflusst. Nichtsdestotrotz kann die Trockenheit eine Begleiterscheinung einer Krankheit sein. Wenn du keine äußerlichen Ursachen für die trockene Nase deines Hundes findest, solltest du daher einen Tierarzt konsultieren.