Vorteile von Barf

Wenn es um deinen Hund geht, steht seine Gesundheit für dich an erster Stelle. Deshalb ist es wichtig, dass du dich mit Ernährungsmethoden für ihn auseinandersetzt und dich zu diesem Thema umfangreich informierst.
Unter Hundehaltern gibt es verschiedene Ansichten zu der optimalen Ernährung der Tiere. In diesem Text wollen wir dir die Vorteile der Barf Methode vorstellen und dir erklären wie du richtig barfen kannst.

Barf Vorteil 1: Artgerechte Ernährung

Die Abkürzung Barf steht für „biologisch artgerechtes rohes Futter“. Der Fokus liegt also auf roher Nahrung, die zumeist einen hohen Fleisch- oder Fischgehalt aufweist.
Ein Vorteil der Barf Methode ist, dass sie sich am Fressverhalten von Wildhunden und Wölfen orientiert. Sie baut auf dem Grundgedanken auf, dass die natürliche Ernährung der Vorfahren unserer Hunde gesünder ist als das künstliche Fertigfutter, das die meisten Hunde von uns Menschen bekommen.  
Dabei argumentieren Verfechter der Barf Methode mit dem sinkenden Sterbealter von Hunden und damit, dass heutzutage viele Tiere Allergien oder Unverträglichkeiten gegen ihr Futter entwickeln.
Hundehalter, die am Trockenfutter sparen wollen, greifen oft zu Produkten mit einem überwiegenden Getreidegehalt. Es kann jedoch nicht verleugnet werden, dass der Hund ein Fleischfresser ist. Deshalb drängt sich vielen Haltern die Frage auf, wie artgerecht Fertigfutter tatsächlich ist.
Qualifizierte Wissenschaftler und Tierärzte sind sich bei der Diskussion um diese Frage uneinig. Bislang gibt es keine handfesten Beweise für die gesundheitlichen Vorteile der Barf Methode gegenüber herkömmlichen Ernährungsweisen mit industriell verarbeitetem Futter. Dennoch hoffen Hundebesitzer, die barfen, dass sie dadurch gesundheitlichen Problemen wie Allergien, Krankheiten und Stoffwechselstörungen vorbeugen. 

Barf Vorteil 2: Kontrolle über die Ernährung

Hundebesitzer, die sich für die Barf Methode aussprechen, kehren zu einer artgerechten, fleischbasierten Ernährung zurück. Sie stellen einen eigenen Futterplan für ihren Hund zusammen und wissen daher genau, welche Inhalte ihr Liebling täglich zu sich nimmt. Somit können sie ausschließen, dass chemische oder giftige Substanzen in das Futter eingearbeitet wurden. 
Besonders für Tiere mit Allergien und Unverträglichkeiten bringt das Barfen viele Vorteile mit sich, denn ihre Halter können sicherstellen, dass keine Spuren von Allergenen in ihren Rationen enthalten sind.

Barf Vorteil 3: Beugt Zahnstein vor und reduziert Mundgeruch

Bei der Barf Methode werden gelegentlich Knochen an die Hunde verfüttert. Diese fungieren nicht nur als Nahrungsquelle, sondern dienen auch als eine Art Spielzeug.
Die meisten Hunde versuchen zunächst, die Fleischreste vom Knochen zu lösen. Danach brechen sie den Knochen mit ihren Zähnen auf, um an das Knochenmark im Inneren zu gelangen.
Das Kauen auf dem Knochen führt dazu, dass Futterreste von den Zähnen der Hunde entfernt werden, was der Zahnsteinbildung entgegenwirkt.
Zahnstein ist eine der häufigsten Ursachen für Mundgeruch und kann noch dazu mit Entzündungen einhergehen, die für betroffene Hunde sehr unangenehm sind.

Richtig barfen

Viele Hundehalter empfinden die Barf Methode als eine Herausforderung. Anders als die Ernährung mit Trocken- und Nassfutter erfordert sie eine ausführliche Recherche zum Thema Hundegesundheit und Futtermittelkunde. Aus diesem Grund wollen wir dir hier einen kurzen Einblick dazu geben, wie du richtig barfen kannst.

Ebenso wie wir Menschen haben Tiere einen eigenen Geschmack. Nur weil dein Hund dein eigens zusammengestelltes Menü nicht fressen will, muss das nicht heißen, dass du etwas falsch gemacht hast. Möglicherweise fehlen ihm die synthetischen Zusatzstoffe, die in seinem früheren Futter enthalten waren und den Geschmack verstärkt haben. Er wird ein bisschen Zeit benötigen, um sich an den natürlichen Geschmack zu gewöhnen.
Besonders wenn dein Hund vorher lange Zeit nur Fertignahrung mit einem hohen Getreide-, Feuchtigkeits- oder Kohlenhydratanteil zu sich genommen hat, dauert die Umstellung länger. Das liegt daran, dass dein Hund nicht viel Magensäure produzieren musste, um seine frühere Nahrung zu verdauen. Sein Körper muss sich erstmal umstellen, um das rohe Fleisch problemlos aufnehmen zu können.

Grundsätzlich wollen wir darauf hinweisen, dass ein Gespräch mit einem spezialisierten Tierarzt dabei helfen kann, einen Plan zu erstellen und die Größe der Rationen zu bestimmen. Besonders bei jungen Hunden ist es wichtig, richtig zu barfen und die Portionen angemessen zu wählen.