Zecken: Vorbeugen und richtig entfernen!

Obwohl sich Zecken auch gerne mal an Menschenblut versuchen, bevorzugen die kleinen Parasiten im direkten Vergleich den Hund als Wirt. Noch dazu halten sich Zecken an fast allen Orten auf, die sich mit dem Vierbeiner gut als Strecke zum Spazierengehen eignen. Der Großteil aller Hundehalter hatte deshalb schon mal das Vergnügen, aus dem Fell seines Hundes eine Zecke entfernen zu müssen.

Wichtig ist vor allem, dass du die Zecke an deinem Hund rechtzeitig erkennst und dadurch einem Stich zuvorkommst. Schmerzhaft ist er zwar nicht, doch durch den Stich kann die Zecke verschiedene Krankheitserreger auf deinen Vierbeiner übertragen. Zu unserem Glück stechen Zecken nicht sofort zu, sondern nehmen zunächst einige Zeit dafür in Anspruch, eine geeignete Körperstelle für ihr Vorhaben auszuwählen. Während dieser Suche können wir sie noch am besten wahrnehmen, da sie sich dabei lediglich an der Felloberfläche aufhalten und zudem in Bewegung sind. Insbesondere in dunklem, dichtem Fell ist es nicht einfach, eine Zecke an deinem Hund auszumachen. Ohne konkrete Suche wird dir der winzige Parasit vermutlich nicht ins Auge fallen. Wenn du dich unterwegs mit deinem Hund in einem Zeckengebiet wie beispielsweise einem Wald, einer hohen Wiese oder einer Uferzone aufhältst, solltest du ihn deshalb alle 30 bis 60 Minuten gründlich und bedacht auf Zecken kontrollieren. Höre dabei nicht auf, sobald du den ersten Parasiten gefunden hast, sondern suche danach unbedingt noch weiter. Zecken treten nämlich oft in Gruppen auf, weshalb das Auftauchen von einer von ihnen vermuten lässt, dass sich noch weitere auf deinem Hund oder gar auf dir selbst befinden. Wir empfehlen dir, ganzjährlich regelmäßige Zeckenkontrollen an deinem Hund durchzuführen. Zwar fühlen Zecken sich zwischen März und Oktober besonders wohl, doch wenn die Witterung es zulässt, können sie das ganze Jahr über aktiv sein und stellen somit in jedem Monat eine potenzielle Gefahr für deinen Vierbeiner dar.

Zecken richtig entfernen beim Hund

Wenn du im Fell deines Hundes eine Zecke entdeckst, liegt es an dir, den Parasiten rechtzeitig zu entfernen. Bei dieser Aufgabe kannst du leider viel falschmachen und womöglich die Lage deines Hundes noch verschlimmern. Halte dich deshalb genau an unsere Anleitung, um die Zecke bei deinem Hund risikofrei zu entfernen. Du kannst und solltest dir bei der Zeckenentfernung eine Pinzette, eine Zeckenzange, eine Zeckenkarte oder einen Zeckenhaken zu Hilfe nehmen. Achte bei allen Taktiken darauf, den Körper der Zecke nicht zu stark zusammenzudrücken, da sonst ihre Körpersäfte in deinen Hund eindringen und ihn möglicherweise mit Krankheitserregern infizieren könnten. Beginne damit, das Fell deines Vierbeiners an der betroffenen Stelle zu scheiteln. Dadurch kannst du die Zecke besser sehen und reißt nicht aus Versehen einige Hundehaare mit heraus. Wenn du dich für die Pinzette oder die Zeckenzange entscheidest, musst du damit so nah wie möglich an der Haut deines Hundes ansetzen. Anders als mit einem Zeckenhaken darfst du mit diesen Hilfsmitteln auf keinen Fall versuchen, die Zecke herauszudrehen. Stattdessen musst du dir die Hebelwirkung zunutze machen. Wenn du die Zecke von deinem Hund entfernt hast, musst du überprüfen, dass der Zeckenkopf nicht in der Einstichstelle stecken geblieben ist. Anschließend solltest du die kleine Wunde mit Desinfektionsmittel reinigen.

Die entfernte Zecke kann deinem Hund und dir immer noch gefährlich werden. Insbesondere wenn du deinen Vierbeiner im Haus oder im Garten von dem Parasiten befreist, kann er sich danach immer noch dort herumtreiben und wieder zustechen. Deshalb musst du die Zecke direkt nach dem Entfernen von deinem Hund töten. Fasse sie dabei jedoch nicht mit den Händen an, sondern benutze ein Taschentuch oder ein anderes Hilfsmittel. Die tote Zecke kannst du schließlich in deinem Hausmüll oder in der Toilette entsorgen.

Welche Erkrankungen eine Zecke beim Hund verursachen kann

Während der bloße Stich im Normalfall so gut wie keine Schmerzen auslöst, werden Zecken Hunden primär dann gefährlich, wenn sie Krankheiten mit sich herumtragen. Über den Stich übertragen sich die Erreger der Zecke auf den Hund und er kann verschiedensten Infekten erliegen. Besonders häufig erkranken unsere Vierbeiner nach einem Zeckenstich an Borreliose. Häufig äußern sich erste Anzeichen der Infektion dadurch, dass um den Stich eine Rötung entsteht. Weiterhin treten bei Borreliose Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit und Müdigkeit auf. Wenn du nach einem Zeckenstich etwas Derartiges bei deinem Hund feststellst, solltest du umgehend deinen Tierarzt konsultieren, denn in den folgenden Stadien der Krankheit erfährt der betroffene Hund Lähmungen an den Beinen und kann sogar schwerwiegende Gelenkentzündungen bekommen. Andere Krankheiten, die häufig von Zecken übertragen werden, sind Babeiose, Rickettsiose, Frühsommer-Meningoenzephalitis, Ehrlichiose und Anaplasmose. Erstere wird auch Hundemalaria genannt und endet für deinen Vierbeiner sogar tödlich, wenn sie nicht unverzüglich ärztlich behandelt wird.

Deshalb solltest du regelmäßige Kontrollen durchführen und festgebissene Zecken bei deinem Hund richtig entfernen. Behalte nach dem Entfernen der Zecke die Einstichstelle an deinem Hund im Auge.

Zecken vorbeugen

Als Hundehalter kannst du dir viel Arbeit und Zeit sparen, wenn du einige Vorkehrungen triffst, um Zecken vorzubeugen. Es existieren verschiedene Anti-Zeckenmittel wie Halsbänder, Tropfen, Pulver und Anti-Zecken Sprays. Besonders die chemischen Zeckenmittel geraten häufig in Verruf, da sie verschiedene Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen oder Verhaltensänderungen hervorrufen können. Außerdem gibt es auf dem Markt viele Produkte esoterischer Natur, deren Wirksamkeit umstritten und wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist. Qualitätssiegel wie das von der Stiftung Warentest können die Effektivität eines Produktes bestätigen. Andererseits hilft es auch, bekannte Mittel zur Vorbeugung von Zecken zu kaufen, zu denen schon viele Kunden und Blogger digitale Rezensionen verfasst haben. Es kann außerdem nicht schaden, deinen Hund gegen durch Zecken übertragbare Krankheiten impfen zu lassen. Bei der Borreliose ist dies zum Beispiel möglich. Die Impfung kann jedoch zu Nebenwirkungen führen, weshalb wir dir raten, deinen Tierarzt vorher um seine Meinung zu bitten.

Selbst wenn du dir viel Mühe gibst, Zecken vorzubeugen, musst du trotzdem noch regelmäßige Kontrollen bei deinem Hund vornehmen. Ganz sicher sein kann man sich bei den kleinen Parasiten schließlich nie.